Kriegsgräberfürsorge 2026. Vier Männer, darunter zwei in Militäruniformen und zwei in zivilen Jacken, stehen lächelnd in der Murnauer Fußgängerzone und halten jeweils einen blauen Becher mit weißem Muster.
Gegen das Vergessen, für den Frieden. Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge © Markt Murnau am Staffelsee

Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge


Wenn die Soldatinnen und Soldaten des Informationstechnikbataillons 293 in diesen Tagen in Uniform in Murnau und den umliegenden Gemeinden unterwegs sind, geht es um mehr als das Sammeln von Spenden. Mit ihrer Beteiligung an der diesjährigen Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge tragen sie eine Botschaft in die Bevölkerung, die gerade in Zeiten neuer Kriege und Konflikte besondere Bedeutung gewinnt: Erinnerung soll wachhalten, was Krieg und Gewaltherrschaft an Leid verursachen – Frieden muss bewahrt werden.

 

Gemeinsam mit dem Markt Murnau hat die Bundeswehr die diesjährige Haus-, Straßen- und Friedhofssammlung eröffnet. Angehörige des Informationstechnikbataillons 293 werden in den kommenden Wochen in Murnau und der Region unterwegs sein, um Spenden zu sammeln und mit den Bürgerinnen und Bürgern über die Arbeit des Volksbundes ins Gespräch zu kommen.

Für Oberstleutnant Andreas Hadersdorfer, Standortältester und Kommandeur des Informationstechnikbataillons 293, sind Erinnerung und Verantwortung eng miteinander verbunden. Das Gedenken müsse ebenso bewahrt werden wie die Orte, an denen dieses Gedenken möglich ist.

„Die Erinnerung an die Menschen, die durch Krieg und Gewaltherrschaft ihr Leben verloren haben, ist eine bleibende Aufgabe. Deshalb ist es wichtig, die Kriegsgräberstätten zu pflegen und zu erhalten. Denn nur dort, wo wir uns mit den Folgen von Krieg auseinandersetzen und daraus lernen, können wir auch verstehen, wie wertvoll Frieden ist. Gerade heute dürfen wir für diese Verantwortung nicht aus dem Blick verlieren“, betont Hadersdorfer.

Dass die Sammlung dabei weit mehr ist als eine reine Spendenaktion, zeigt sich auch im direkten Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern. Fragen zur Geschichte der Kriegsgräber, persönliche Erinnerungen aus den Familien und die heutige Bedeutung von Gedenken und Friedensarbeit werden dabei immer wieder zum Gespräch. Die Sammlung schafft so auch Raum für Begegnung und Austausch.

Diese Verbindung von Erinnerung und Gegenwart prägt die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge seit seiner Gründung im Jahr 1919. Im Auftrag der Bundesregierung widmet sich der Verein der Erfassung, Pflege und Erhaltung deutscher Kriegsgräber im Ausland. Gleichzeitig reicht seine Arbeit über die Kriegsgräberstätten hinaus: Mit internationaler Jugend- und Bildungsarbeit bringt der Volksbund junge Menschen verschiedener Länder zusammen und vermittelt Geschichte als Grundlage für Verständigung.

„Unsere Arbeit verbindet die Pflege der Kriegsgräber mit der Bildungs- und Jugendarbeit. So bewahren wir Erinnerung und schaffen zugleich Möglichkeiten für Begegnung und Verständigung“, erklärt Benedikt Klima, Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Für den Markt Murnau ist die Unterstützung der Sammlung seit vielen Jahren selbstverständlich. Gemeinsam mit der Bundeswehr setzt sich die Gemeinde dafür ein, dass die Arbeit des Volksbundes auch künftig fortgeführt werden kann. Beim diesjährigen Auftakt geht es deshalb nicht nur um das gemeinsame Engagement von Bundeswehr und Markt, sondern auch darum, die Bedeutung dieser Arbeit in der Bevölkerung sichtbar zu machen.

„Gerade heute, wo Frieden wieder weniger selbstverständlich erscheint, erinnert uns die Kriegsgräberfürsorge daran, welche Folgen Krieg hat. Ich möchte deshalb die Murnauerinnen und Murnauer ermutigen, mit einer Spende zu unterstützen, die Pflege der Gräber sicherzustellen und damit auch einen Beitrag zur Erinnerungsarbeit zu leisten“, sagt der Zweite Bürgermeister der Marktgemeinde Josef Bierling.

 

Bild:

Auftaktsammlung Spendensammlung Kriegsgräberfürsorge © Markt Murnau am Staffelsee

Bildunterschrift:

Beim Auftakt der diesjährigen Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (v.l.): Oberstleutnant Andreas Hadersdorfer, Standortältester und Bataillonskommandeur ITBtl 293, Zweiter Bürgermeister Josef Bierling, Geschäftsführer des Volksbund-Bezirksverbands Oberbayern Benedikt Klima und Oberstabsfeldwebel Frank K., Standortfeldwebel.

 

(Gemeinsame Pressemitteilung des Marktes Murnau und des Informationstechnikbataillon 293 vom 09.10.2026)


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