Bürgermeister aus Murnau und Eglfing brechen in die Ukraine auf
Die Bürgermeister der Gemeinden Murnau am Staffelsee und Eglfing, Rolf Beuting und Martin Fortmaier, brechen am kommenden Montag, 3. August, zu einer fünftägigen Reise in die Ukraine auf. Begleitet werden sie von Ralf Havelka, dem Direktor der Realschule Murnau.
Die Reise findet auf Einladung des Oberbürgermeisters von Lwiw, Andrij Sadowyj, statt. Das Blaue Land ist der westukrainischen Stadt seit Beginn des russischen Angriffskriegs verbunden und unterstützt sie über die Initiative „Das Blaue Land hilft!“. Auch die Schulen des Marktes Murnau haben zuletzt mit einem Spendenlauf Geld gesammelt; ein Teil des Erlöses kommt der Initiative zugute.
Unterstützung, wo sie am dringendsten gebraucht wird
Ziel der Reise ist es, persönlich nachzuvollziehen, wie die Spendengelder eingesetzt werden, und zu erfahren, wo der Unterstützungsbedarf momentan besonders groß ist.
Bürgermeister Martin Fortmaier dazu: „Die Menschen im Blauen Land spenden mit großem Vertrauen. Deshalb möchten wir uns persönlich davon überzeugen, wie die Spendengelder eingesetzt werden und wo wir auch künftig wirksam helfen können.“
Bürgermeister Rolf Beuting ergänzt: „Klar ist: Der Unterstützungsbedarf wird auch in den kommenden Jahren groß bleiben. Selbst im unwahrscheinlichen Fall, dass der Krieg bald endet, wären die Folgen von Kriegstraumata, Verletzungen und Verlusten noch lange nicht überwunden.“
Ein Schwerpunkt der Reise liegt deshalb auf dem Besuch des Rehabilitationszentrums „Unbroken“ am Dienstag. Dort werden Menschen mit seelischen und körperlichen Verletzungen medizinisch und therapeutisch begleitet, um ihnen Schritt für Schritt die Rückkehr in ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Im Winter konnte „Das Blaue Land Hilft!“ hier durch die Ausstattung mit einer kunsttherapeutischen Einrichtung einen weiteren wichtigen Beitrag leisten.
Außerdem stehen für die Delegation Gespräche mit Amtskollegen Oberbürgermeister Andri Sadovski und weiteren Verantwortlichen der Stadt Lwiw auf dem Programm – unter anderem zum Zivilschutz und zur Sicherung kritischer Infrastruktur. Auch ein Besuch der Schule Lyceum Nr. 28, das einen besonderen Schwerpunkt auf den Deutschunterricht legt, ist geplant.
Realschulleiter Ralf Havelka: „Mich interessiert besonders, welche Herausforderungen der Schulalltag unter den Bedingungen des Krieges mit sich bringt und wo konkret Unterstützung gebraucht wird. Wir möchten gerne mit einem Teilerlös des Spendenlaufs der Murnauer Schulen helfen. Deshalb müssen wir zuhören und gemeinsam mit der Schule überlegen, wie wir das Geld sinnvoll einsetzen.“
Tägliche Einblicke von unterwegs
Während der Reise wird die Delegation ihre Eindrücke unmittelbar mit den Bürgerinnen und Bürgern im Blauen Land teilen. Geplant ist, täglich einen kurzen Videoausschnitt auf den Instagram- und Facebook-Kanälen der Marktgemeinde Murnau zu veröffentlichen.
Rolf Beuting erklärt: „Ich möchte Sie auf dieser Reise ein Stück weit mitnehmen und Ihnen zeigen, was wir vor Ort erleben und welche Begegnungen uns bewegen. Bitte haben Sie Nachsicht – die Aufnahmen werden nicht perfekt sein, aber sie kommen direkt von unterwegs. Mir ist wichtig, unsere Eindrücke möglichst unmittelbar mit Ihnen zu teilen.“
Nach der Rückkehr veröffentlicht die Marktgemeinde Murnau einen Zusammenschnitt der Videoaufnahmen auf ihrer Website. So können auch Bürgerinnen und Bürger ohne soziale Medien die Eindrücke der Delegation ansehen.
« Zur Übersichtsseite der News
« Zurück zur Startseite