20 Jahre Erlhaus: Wo Jugendliche mitreden, mitentscheiden und Verantwortung übernehmen
Seit zwei Jahrzehnten ist das Erlhaus in Murnau weit mehr als ein Jugendtreff. Das Haus lebt von der Beteiligung junger Menschen und von einem pädagogischen Team, auf das Verlass ist.
Wer das Erlhaus betritt, merkt schnell, dass Kinder und Jugendliche hier nicht nur Gäste sind. Sie können mitreden, eigene Ideen einbringen und ihren Treffpunkt aktiv mitgestalten. Partizipation prägt das Haus seit seiner Eröffnung vor 20 Jahren.
Wie das konkret aussieht, zeigt sich im Offenen Leitungsteam, in dem Kinder und Jugendliche gemeinsam beraten, wie sich das Erlhaus weiterentwickeln soll. So ist auch die Idee für das neue Café „Jugend macht Käffchen“ im Erdgeschoss des Erlhauses enstanden, das im September eröffnen wird und für dessen Betrieb die Kinder und Jugendlichen selbst verantwortlich sind.
Das Beispiel zeigt: Im Erlhaus erleben junge Menschen, dass ihre Meinung zählt und sie ihr Umfeld selbst verändern können.
Ein Team, das zuhört und verlässlich begleitet
Damit diese Beteiligung gelingt, braucht es die richtige Begleitung. Unter der Leitung von Ilona Demmel schafft das Team des Erlhauses seit vielen Jahren einen festen Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche.
„Dass das Erlhaus ein lebendiger Ort ist und so gut angenommen wird, ist Ilona Demmel und dem gesamten Team zu verdanken“, sagt Bürgermeister Rolf Beuting. „Sie schaffen mit riesengroßem Einsatz außerhalb von Familie und Schule einen Ort, an dem junge Menschen zusammenkommen, sich ausprobieren und ihre Ideen einbringen können – ganz ohne Konsum- und Leistungsdruck. Gleichzeitig finden sie hier auch verlässliche Ansprechpartner, mit denen sie über ihre Sorgen und Ängste sprechen können“.
Ilse Erl ermöglichte das Erlhaus
Dass das Erlhaus vor 20 Jahre gebaut werden konnte, ist seiner Namensgeberin Ilse Erl zu verdanken. Sie ermöglichte den Bau des Jugendzentrums in einer Zeit, in der der finanzielle Spielraum des Marktes Murnau stark begrenzt war. Auch nach der Eröffnung unterstützte sie das Erlhaus über viele Jahre hinweg.
Dazu Rolf Beuting: „Ilse Erl war bedingungslos am Wohl von Kindern und Jugendlichen interessiert, eine entschlossene Ermöglicherin. Ohne sie gäbe es unser Jugendzentrum nicht. Auch das Ilse-Erl-Haus im Molopark steht dafür, wie sie gedacht und gehandelt hat: nicht nur etwas anzustoßen, sondern langfristig Verantwortung zu übernehmen.“
Zum 20-jährigen Bestehen erinnert der Markt Murnau an Ilse Erl und dankt dem gesamten Team für seinen langjährigen Einsatz.
Wer sich selbst ein Bild vom Erlhaus machen möchte, ist herzlich eingeladen, vorbeizukommen. Die Angebote des Erlhauses richten sich vor allem an junge Menschen zwischen 10 und 16 Jahren. Aber auch jüngere oder ältere Jugendliche und Familien sind willkommen.
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