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10. Juli 2015
Michael Schuster, Sebastian Freisl, Ismail Mohamed, Erster Bürgermeister Rolf Beuting, Qani Abdi, Georg Jocher © Markt Murnau a. Staffelsee

Integration durch kommunale Beschäftigung

Der Markt Murnau a. Staffelsee möchte Asylbewerberinnen und -bewerbern durch kommunale Beschäftigung fördern, ihre Lebenssituation verbessern und damit Integration leben. Deshalb schuf die Gemeinde zwei Arbeitsmöglichkeiten im Bauhof, die im Rahmen des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) in kommunalen, staatlichen und sozialen Einrichtungen gestaltet werden können. Besetzt wurden diese durch zwei aus Somalia stammende Männer, die seit Mitte Juni 2015 die Mitarbeiter des Bauhofs bei der Pflege gemeindlicher Grünanlagen und der Müllentsorgung unterstützen.

Ismail Mohamed (19) und Qani Abdi (19) leben seit März 2015 in Murnau-Westried (Moosrain), gemeinsam mit 25 weiteren Asylsuchenden. Aufgrund des Asylverfahrensgesetz (AsylVfG) ist es ihnen derzeit frühestens nach einem Jahr erlaubt, einer Beschäftigung im Bundesgebiet nachzugehen, mit Ausnahme von Tätigkeiten in Einrichtungen kommunaler, staatlicher und sozialer Träger. Deshalb hat sich der Markt Murnau a. Staffelsee entschlossen, zunächst den beiden jungen Männern aus Somalia eine Beschäftigung zu bieten: Sie arbeiten seit Mitte Juni 2015 im Bauhof der Gemeinde. Dabei unterstützen sie ihre Kolleginnen und Kollegen bei der Pflege der kommunalen Grünanlagen und der Müllentsorgung.

„Für Asylsuchende ist eine stabile Tagesstruktur von besonderer Bedeutung. Eine Beschäftigung ist daher ein zentrales Element, geflüchteten Menschen einen Anknüpfungspunkt und Unterstützung für einen normalen Alltag zu bieten", so Murnaus Erster Bürgermeister Rolf Beuting. Der Markt Murnau a. Staffelsee möchte mit Hilfe dieser Initiative die Integration von Asylbewerberinnen und -bewerbern sowie deren spätere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt fördern und übernimmt damit eine Vorbildfunktion. „Dabei ist uns besonders wichtig, dass Mohamed Ismail und Abdi Qani einen in Vollzeit arbeitenden Kollegen an ihrer Seite haben, der sie begleitet und in die Arbeitsabläufe einweist", erklärte Michael Schuster, Sachbearbeiter des Bauamts des Marktes Murnau a. Staffelsee. So soll es ihnen möglich sein, sich leichter zu integrieren und ihre Deutschkenntnisse zu verbessern.

Um zu erfahren, wer sich für welche Tätigkeit eignet, wurden Mohamed Ismail und Abdi Qani zunächst zu einem Probearbeitstag im Bauhof der Marktgemeinde eingeladen. Damit sollte sichergestellt werden, dass die Asylsuchenden vernünftig untergebracht werden. „Denn dabei geht es nicht darum, die Arbeit der gemeindlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erledigen, sondern diese zu unterstützen. Dies ist auch gesetzlich entsprechend geregelt", so Murnaus Erster Bürgermeister.

Grundlage für die Schaffung von gemeinnützigen Beschäftigungsmöglichkeiten für Asylbewerberinnen und -bewerber ist das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Demnach ist die Beschäftigungszeit auf 20 Stunden pro Woche begrenzt und bedarf einer Genehmigung durch die zuständige Behörde, d. h. im Falle Murnaus durch das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen. Darüber hinaus besteht kein Arbeitsverhältnis im Sinne des Arbeitsrechts und stellt „zusätzliche Arbeit" dar, deren Erledigung wünschenswert ist, aber für die keine regulären Stellen zur Verfügung stehen. Das Angebot seitens kommunaler, staatlicher und sozialer Einrichtungen beruht dabei auf freiwilliger Basis.

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