Markt Murnau a.Staffelsee

Umspannwerk

Mögliche Verlegung

Die Bayernwerk Netz GmbH besitzt eine Genehmigung für die Erneuerung des jetzigen Umspannwerks am Bestandsstandort an der Dr.-Schalk-Straße. Aus technischen Gründen muss das gesamte Umspannwerk neu errichtet werden, es könnte daher auch an einem neuen Standort gebaut werden. Das Bayernwerk wird mit der Neuerrichtung im Jahre 2021 beginnen. Aus städtebaulicher Sicht hat der Markt Murnau den Wunsch geäußert, die Möglichkeiten einer Verlegung zu prüfen.

Der Markt Murnau sieht hierin die Chance, das Umspannwerk aus dem Ortszentrum heraus zu verlegen. Hierdurch könnten die Wohnverhältnisse zahlreicher Murnauerinnen und Murnauer deutlich verbessert werden.

Der Marktgemeinderat hatte in seiner Sitzung vom 17. Mai 2018 einstimmig beschlossen, die Möglichkeiten einer Verlegung des zwischenzeitlich von Bebauung umgebenen Umspannwerkes an den Ortsrand zu prüfen.

Um die Bürgerschaft über mögliche erste Schritte zu informieren, wurde im Oktober 2020 eine öffentliche Sondersitzung des Marktgemeinderates durchgeführt. Zusätzliche Bürgerbeteiligung ist, sobald neue Erkenntnisse vorliegen, vorgesehen, ebenso eine stetige Aktualisierung der Website.

 

Mögliche Vorteile einer Verlegung:

  • Städtebaulicher Gewinn für ganz Murnau und den gesamten nordöstlichen Bereich von Weindorf durch Rückbau der 110kV-Freileitungen und Vermeidung von drei 36m hohen Abspannmasten auf dem derzeitigen Gelände des Umspannwerkes. Die derzeitigen Masten sind 7m niedriger.
  • Entfernung der 110kV-Freileitungen der Bayernwerk Netz GmbH in den Wohnbereichen Hauserberg/ Hofangerweg/ Längenfeldweg und somit wesentliche Verbesserung der Wohnverhältnisse in diesem Bereich
  • Städtebauliches Entwicklungspotential östlicher Längenfeldweg
  • Entwicklungspotential auf dem freigestellten UW-Gelände an der Dr.-Schalk-Straße, etwa für Wohn- und/oder gewerbliche Nutzung
  • Organische Innenentwicklung auf den frei werdenden Flächen und somit Schonung des Außenbereichs
  • Entwicklungsmöglichkeiten am Gewerbegebiet des ehemaligen Isar-Amper-Werke-Geländes

Mögliche Nachteile einer Verlegung:

  • Beeinträchtigung des Landschaftsbildes durch ein neues Betriebsgebäude
  • Erhöhte Kosten bei Bau auf Altlastenfläche

Das Umspannwerk am derzeitigen Standort in der Dr.-Schalk-Straße muss aus technischen Gründen in Gänze neu errichtet werden. Unabhängig davon, ob es an einen anderen Standort verlegt wird oder nicht. Dies würde auch am jetzigen Standort Veränderungen mit sich ziehen, etwa die Erhöhung der Abspannmasten auf dem Gelände des aktuellen Umspannwerks. Eine Verlegung des Umspannwerks würde u.a. bedeuten, dass die 110kV-Freileitungen in den Wohnbereichen Hauserberg/ Hofangerweg/ Längenfeldweg entfernt würden.

Alternativstandort

In enger Abstimmung mit der Bayernwerk Netz GmbH wurde ein Alternativstandort sowie eine Planung erarbeitet, die Grundlage für Gespräche mit den betroffenen Grundeigentümern ist. Das Umspannwerk könnte in einem Gebäude im Bereich der Grüngutdeponie Weindorf entwickelt werden. Dieser Standort hat sich als besonders gut erwiesen, da hier die drei derzeitigen Trassen gut angeschlossen werden könnten.

Eine Verlagerung des Umspannwerks kommt nur im Osten des derzeitigen Standorts in Frage, da in diesem Bereich alle 110kV-Freileitungen in den Ort geführt werden.

Weitere geeignete Alternativstandorte ergaben sich nicht. Geprüft wurden die Alternativstandorte Talweg und Poschinger Allee. Diese Standorte konnten aufgrund von Eigentumsfragen bzw. wasserrechtlichen Gründen nicht umgesetzt werden.

 

Das Gebäude:

Das Gebäude soll organisch und landschaftsgerecht in den Hang eingebettet werden, hierzu sind entsprechende Einfriedungen und Baumpflanzungen geplant.

 

Der Baugrund:

Im direkten Bereich der Grüngutdeponie würde es sich um eine Altlastenfläche handeln. Eine entsprechende Untersuchung des Untergrundes wurde 2019 durchgeführt. Das Gebäude, in das das Umspannwerk eingehaust werden soll, wäre dort standsicher zu gründen. Das heißt, es muss entweder das Deponiematerial bis zum standfesten, gewachsenen Boden ausgehoben werden, oder die Gründung auf dem gewachsenen Boden wird z.B. durch Rüttelstopfsäulen gewährleistet und die Altlasten im Boden belassen.

Beschluss des Marktgemeinderats

Aus dem Beschluss des Marktgemeinderates vom 29.10.2020:

Der Gemeinderat steht einer Verlegung des Umspannwerkes grundsätzlich positiv gegenüber.

Es soll ein zusätzliches Gutachten bezüglich der Altlasten am geplanten Standort erstellt werden.

Die Verwaltung holt Informationen zu möglichen Alternativen am Bestandsort des Umspannwerkes ein.

Basierend auf dem Beschluss von 2018 wird die Verwaltung beauftragt, die Verhandlungen mit allen Beteiligten weiter zu führen. Hierüber wird der Gemeinderat zweiwöchentlich bis zum Ende der Verhandlungen zeitnah und umfassend über den Sachstandsfortschritt informiert. Vor Vertragsabschlüssen sind die Entwürfe dem Gemeinderat vorzulegen, inklusive detaillierter Planungsunterlagen und Kostenaufstellungen.

Um dem gesundheitlichen Vorsorgeprinzip Rechnung zu tragen und um die Bürger und Bürgerinnen rechtzeitig und transparent über den Entscheidungsprozess zu informieren und um insb. die betroffenen Anwohnenden mit in die Entscheidungen einzubeziehen, werden alle öffentlich verfügbaren Informationen, inklusive vorliegender Gutachten über mögliche Altlasten auf der ehemaligen Deponie, zentral auf der Internetseite der Marktgemeinde dargestellt. Für Fragen aus der Bürgerschaft ist eine zentrale Ansprechperson in der Verwaltung zu benennen.

Weitere Informationen und Unterlagen

Planfeststellungsverfahren

Sollte das Umspannwerk am derzeitigen Standort bleiben und nicht verlegt werden, stehen an der Dr.-Schalk-Straße Veränderungen an, da aus technischen Gründen das gesamte Umspannwerk neu errichtet werden muss. Die Planungen hierzu hat die Bayernwerk Netz GmbH auf ihrer Website ausführlich dargelegt. Die Planfeststellungsunterlagen des Bayernwerks finden Sie hier:

https://www.bayernwerk-netz.de/de/bayernwerk-netz-gmbh/netzausbau/freileitungsprojekte/anbindung-umspannwerk-murnau---planfeststellungsunterlagen.html

 

Gutachten

Aus urheberrechtlichen Gründen ist eine Veröffentlichung des Gutachtens zu den Altlasten am Standort „Grüngutdeponie" auf der Gemeinde-Website nicht möglich. Einer Einsichtnahme durch Dritte im gesetzlich geregelten Rahmen, beispielsweise unter Geltendmachung eines berechtigten Interesses im Rahmen des Umweltinformationsgesetzes, steht jedoch nichts entgegen.

Sie können das Gutachten in diesem Rahmen im Marktbauamt einsehen. Melden Sie sich dazu gerne telefonisch unter 08841/476-170 oder per Mail an bauamt@murnau.de. Das Bauamt befindet sich derzeit in der James-Loeb-Straße 11, Eingang Schererweg.

 

Lageplan

 

Ansprechpartnerin

Ihre Ansprechpartnerin ist Annika Röttinger, Pressesprecherin des Marktes Murnau. Sie erreichen sie telefonisch unter 08841/476-123 oder per Mail an presse@murnau.de

 

 

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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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E-Mail: annika.roettinger@murnau.de
Adresse:

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