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31. Dezember 2019
Markt Murnau a. Staffelsee

„Bald gibt es mehr Plastik als Fische im Meer"

Christoph-Probst-Mittelschule und Emanuel-von-Seidl Grundschule als „Umweltschulen in Europa" ausgezeichnet

Die Schülerinnen und Schüler der Christoph-Probst-Mittelschule und der Emanuel-von-Seidl Grundschule wissen, was ihnen wichtig ist: Umwelt- und Klimaschutz. Durch ihre Projekte in den Umwelt-AGs wurden sie als „Umweltschulen in Europa – Internationale Nachhaltigkeitsschule" ausgezeichnet.

Bei einem Pressegespräch im Sitzungssaal des Murnauer Rathauses am Mittwoch, 11. Dezember 2019, tauschten sich Schülerinnen und Schüler der Christoph-Probst-Mittelschule und der Emanuel-von-Seidl Grundschule, deren betreuende Lehrer und Bürgermeister Rolf Beuting mit Pressevertretern aus. Die Schulen wurden am Montag, 9. Dezember 2019, vom Landesverband für Vogelschutz als „Umweltschulen in Europa" ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgte durch den Bayerischen Minister für Unterricht und Kultus, Prof. Dr. Michael Piazolo, in München.

Im vergangenen Schuljahr 2018/19 führten Schülerinnen und Schüler beider Schulen in den Umwelt-AGs verschiedene Projekte durch. Die Themen Plastikmüll, Wasserverbrauch, Lichtverschmutzung, Nachhaltigkeit und Recycling spielten dabei zentrale Rollen. Die Schülerinnen und Schüler der Christoph-Probst-Mittelschule etwa bastelten aus Plastikmüll wiederverwendbare Objekte wie Geldbeutel oder Blumenampeln. Sie engagierten sich zudem beim Klimamarkt des Marktes Murnau im Rahmen des Klimafrühlings. Die Schülerinnen und Schüler der Emanuel-von-Seidl Grundschule kümmern sich u.a. um den nachhaltigen Schulgarten, in dem viele leckere und schmackhafte Obst- und Gemüsesorten angepflanzt werden.

„Es ist sehr traurig, wenn man Erwachsenen sagen muss, dass man keinen Müll auf den Boden wirft. Und wenn man dann eine blöde Antwort bekommt, ist das einfach unverschämt!", stellte ein Schüler fest. Die Kinder und Jugendlichen erzählten von Begegnungen mit mangelndem Umweltschutz, auch im Urlaub. Das anzusprechen, dazu gehört auch Mut. „Wir könnten viel verändern, wenn wir alle zusammenhalten würden". Kindermund tut Wahrheit kund. Auch zuhause ist Nachhaltigkeit ein Thema, viele Schülerinnen und Schüler stellen mit ihren Familien Seife oder Spülmittel selbst her.

Bürgermeister Beuting beglückwünschte die Schulen zur Auszeichnung: „Ich finde es phänomenal, dass ihr nicht nur freitags für das Klima auf der Straße steht, sondern auch in euren Schulen dazu beitragt, dass sich etwas ändert!" Der Rathauschef sagte den jungen Bürgerinnen und Bürgern Unterstützung, auch in finanzieller Hinsicht, für ihre Umweltprojekte zu.

Michael Jungnitsch, Lehrer an der Christoph-Probst-Mittelschule, freut sich sehr über den Preis: „Uns ist es wichtig, dass wir den Schülern praktisch vermitteln können, was man bewegen kann, wenn man sich für die Umwelt einsetzt. Dass sie auch die globalen Zusammenhänge verstehen, hat der Termin heute im Rathaus gezeigt." Auch die Schüler sind begeistert: „Der Preis gibt uns Rückendeckung und zeigt uns, dass uns jemand unterstützt, das ist toll!"

Weitere Infos und Kurzbeschreibungen zu den einzelnen Schulprojekten sind unter www.lbv.de/umweltschule, Schuljahr 2018/19, zu finden.