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19. Februar 2016

Plastiktüten reduzieren

71 Plastiktüten pro Person und Jahr werden in Deutschland verbraucht. Nicht nur für die Umwelt zu viel, sondern auch, um die EU-Vorgabe von maximal 40 Tüten einzuhalten, die ab 2025 gilt. Kann der Handel sich nicht bald einigen, selbst eine Bezahlpflicht für Plastiktüten einzuführen, soll diese per Verordnung kommen, so Bundesumweltministerin Hendricks. 

Das UBA rät Verbraucherinnen und Verbrauchern, statt Einweg-Plastiktüten möglichst Mehrwegalternativen wie Einkaufstaschen oder -körbe zu verwenden. Tüten aus Materialien wie Biokunststoffen oder Papier sind keine ökologisch sinnvolle Alternative. Sind Einwegtüten einmal angefallen, sollten sie unabhängig vom Material nicht in der Umwelt, sondern in den dafür vorgesehenen Entsorgungsbehältern (im Fall von Kunststoff in der Gelben Tonne oder im Gelben Sack) landen.

Von der EU-Verordnung betroffen sind übrigens nur dünne (unter 50 Mikrometer) Plastiktüten, die man an der Kasse erhält, nicht dagegen sehr dünne (unter 15 Mikrometer) Tüten an der Käsetheke oder für Obst und Gemüse. Damit soll vermieden werden, dass diese durch aufwändigere, ressourcenintensive Verpackungen wie Schaumstoffschalen ersetzt werden.

Schön und gut. Stoffbeutel sind besser als Plastiktüten, das wissen wir bereits. Meist fällt uns aber erst zu spät ein, gar an der Kasse, dass wir schon wieder den Beutel zu Hause gelassen haben - wie auch Barbara Vorsamer, Autorin des Artikels der Süddeutschen Zeitung "Wie ich lernte, ohne Plastiktüte zu leben".

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