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12. Dezember 2017
Kein Glyphosat in Murnaus Trinkwasser.

Glyphosat, nicht bei uns!

Die Verbraucherinnen und Verbraucher können aufatmen: Murnaus Trinkwasser ist nicht mit Glyphosat belastet. Die Messungen von Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln durch die AGROLAB Group in Bruckberg vom Mai 2016 ergaben einen Wert von weniger als 0,00001 mg/l. Damit liegt er unter der Nachweisgrenze und ist zu vernachlässigend vergleicht man den zugelassenen Grenzwert für Trinkwasser, der
aktuell bei 0,1 mg/l liegt.

"Die Qualität des Murnauer Trinkwasser ist erstklassig", bekräftigt Enrico Winkler (Wassermeister der Gemeinde). Dreimal jährlich wird das Trinkwasser in Murnau u. a. auf Pflanzenschutzmittel hin untersucht, alle fünf Jahre detailliert auf die einzelnen Chemikalien wie beispielsweise Glyphosat.

Doch auch weiterhin wird es nötig sein, den Wert von Glyphosat im Trinkwasser zu messen. Denn Agrarminister Christian Schmidt (CSU) votierte Ende November im EUParlament im Alleingang dafür, das Pflanzengift Glyphosat für weitere fünf Jahre in den EU-Mitgliedsstaaten zuzulassen. Nicht nur ein Affront gegen Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD), sondern auch ein Verstoß gegen die Geschäftsordnung des
Bundesregierung. "Nun ist nur zu hoffen, dass der Einsatz von Glyphosat in Deutschland restriktiver geregelt wird", so Erster Bürgermeister Rolf Beuting.

Glyphosat ist welt- und deutschlandweit eines der am meisten eingesetzten Unkrautvernichtungsmittel und das am weitesten verbreitete Pflanzengift. In der Landwirtschaft und im Gartenbau wird es vor der Aussaat zur Unkrautbekämpfung verwendet. Bei gentechnisch veränderten Pflanzen, die gegen Glyphosat resistent sind, kann der Stoff auch danach eingesetzt werden. Laut dem Umweltbundesamt wurden 2012 bundesweit knapp 6.000 Tonnen reine Wirkstoffmenge aufgebracht. Dabei werden Glyphosat oft noch zusätzliche Stoffe beigemischt. Und so wurden in Lebensmitteln wie in Säften und Bier, aber auch in Getreide Rückstände von Glyphosat festgestellt.

Welche Auswirkungen die Chemikalie auf den Menschen hat, ist unter Wissenschaftler*innen umstritten: Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) sowie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufen sie als "wahrscheinlich krebserregend" ein. Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit Efsa dagegen widerspricht dem und bewertete das Unkrautvernichtungsmittel als "wahrscheinlich nicht krebserregend". Bei krebserregenden Stoffen gibt es generell keine Untergrenze. Selbst geringe Mengen können gesundheitsschädigend wirken. Ihre Aufnahme sollte daher so weit wie möglich reduziert werden.

Kontakt

Gemeindewerke Murnau
Enrico Winkler, Wassermeister
Viehmarktplatz 1
82418 Murnau a. Staffelsee

Telefon: 08841 48929-18
Telefax: 08841 99588
E-Mail: wasserwerke@gw-murnau.de