Aktuelles

29. Dezember 2017
Nur gemeinsam können wir den ALB bekämpfen. © Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)

Kein weiterer ALB-Fund

Die Maßnahmen gegen den Baumschädling laufen weiter: Die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) hat die Fällungen nördlich des Alten Volksfestplatzes Ende Oktober abgeschlossen. Es gab keine weiteren Funde des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB). Grund für die Erweiterung der Murnauer Befalls- und Quarantänezone in Richtung Norden und damit für die erneuten Fällungen waren zwei Bäume mit lebenden Stadien des Insekts.

Betroffen von den Fällungen vom 17. bis zum 25. Oktober 2017 waren vor allem kommunale Grundstücke, ein kirchliches Grundstück sowie etwa zu einem Drittel private Flächen. Dank der guten Witterung und der optimalen Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Murnau, der Gemeinde Seehausen, der ausführenden Firma, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Weilheim sowie den beteiligten Grundstückseigentümerinnen und -eigentümern waren die Maßnahmen zwei Tage schneller als erwartet abgeschlossen.

Bei den entfernten Gehölzen lag der Schwerpunkt mit knapp über 80 Prozent bei Ahorn, gefolgt von Esche mit knapp sieben Prozent. Die restlichen acht Gattungen (Birke, Buche, Hainbuche, Hasel, Linde, Ulme, Weide, Vogelbeere) lagen im geringen Prozentbereich. Etwa 80 Prozent der zu entnehmenden Pflanzen waren Gehölze mit einem Durchmesser von zwei oder weniger Zentimetern. Einen Brusthöhendurchmesser von 20 Zentimetern aufwärts hatten 60 Stück der betroffenen Laubgehölze. Für die Schnittgutkontrolle waren täglich etwa sieben Hundeführer mit ihren Spürhunden im Einsatz. An der gesamten Aktion waren insgesamt 16 Spürhunde beteiligt.

Ende Oktober 2017 wurden die knapp 70 Lockstofffallen, die im etwa 500 Meter-Radius um den Alten Volksfestplatz und um die Entsorgungsstelle Alte Deponie Weindorf hingen, abgenommen. Sie waren in dieser Saison sowohl im Siedlungsbereich als auch im Wald ohne ALB-Käferfund. Die Fallen werden über den Winter gereinigt und für einen erneuten Einsatz im kommenden Jahr vorbereitet.

In Kürze werden zur Kennzeichnung der Murnauer Quarantänezone rund zehn Schilder an markanten Stellen der Zonengrenzen aufgestellt. Zusätzlich ist der Einsatz von etwa fünf Fangbäumen in der Befallszone geplant. Die Fangbäume unterstützen die Monitoringmaßnahmen der LfL. So sollen frühzeitig Hinweise auf noch vorhandene Käfer entdeckt und der ALB daran gehindert werden, wegen der fehlenden Wirtsbäume, auf bisher nicht befallene Laubbaumgattungen überzugehen. Die Fangbäume werden regelmäßig überprüft und zeitnah erneuert.

Für den Winter ist eine Kontrolle der möglichen Wirtsbäume des ALB durch Baumkletterer im rund 400 Meter-Radius um die ehemaligen Standorte der Befallsbäume geplant. Gleiches plant das AELF Weilheim für die Waldflächen. Geschultes Personal beklettert die Bäume auf der Suche nach ALB-Befallssymptomen. Voraussichtlich werden die Baumkletterer ab Anfang 2018 im Auftrag der LfL unterwegs sein und können sich auch dementsprechend ausweisen.

Entsprechend der aktuell geltenden Allgemeinverfügung gilt der Quarantänestatus für Murnau weiterhin bis zum 31.12.2020, sofern es bis dahin keine weiteren Funde gibt. Bitte halten Sie daher nach wie vor die amtlich vorgegebenen Entsorgungswege für Ihr Laubholzschnittgut ein, kontrollieren Sie Laubbäume auf Ihrem Grundstück regelmäßig auf Befallsmerkmale des ALBs und melden Sie uns Baumfällungen oder verdächtige Symptome. So können wir gemeinsam den ALB effektiv bekämpfen.

Sie erreichen uns unter der ALB-Hotline der LfL telefonisch 08161 71-5730 oder per E-Mail: ALB@LfL.bayern.de. Ausführliche Informationen zum ALB finden Sie online: www.lfl.bayern.de/alb.

Kontakt

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
Institut für Pflanzenschutz
Lange Point 10
85354 Freising

Telefon: 08161 71-5730
E-Mail: ALB@lfl.bayern.de | www.lfl.bayern.de