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16. Dezember 2016
Auf der Suche nach dem ALB: Patrick Fierhauser (Umweltreferent des Marktes Murnau), Silvia Liedl (LfL) und ALB-Spürhund Anno.

Einen guten Riecher

Eine geschulte Spürnase braucht es, um den Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB) zu entdecken. Anno, ein Bayerischer Gebirgsschweißhund, eigens auf das Aufspüren des ALB trainiert, unterstützt Silvia Liedl und ihre Kollegen bei der Suche nach dem ALB. Seine feine Nase hilft ihm den Käfer, dessen Larven, Eier und auch Fraßspuren ausfindig zu machen – an Orten, an denen auch das geschulte Auge der Experten nicht mehr ausreicht. Denn frühe Befallsstadien wie Eiablagestellen sind für den Menschen kaum sichtbar. Der Spürhund dagegen nimmt über den Geruch alle ALB-Entwicklungsstadien gleichermaßen wahr.

Er kann quasi ins Holz hineinriechen. In stark belaubten Bäumen sowie schwer zugänglichen, kaum begehbaren Hecken, Feldgehölzen oder Böschungen ist die rein optische Kontrolle mit einem Fernglas der Effektivität der Hundenase hoffnungslos unterlegen. Kratzt oder bellt Anno, weiß Silvia Liedl: Hier war oder ist ein Käfer, eine Larve oder eine Eiablage. Anno riecht die vom ALB hinterlassenen Spuren im Holz oder in Spänen, und das auch noch nach Jahren.

Die Experten kartieren derweil am Boden die Wirtspflanzen des ALB rund 100 m um den bekannten Befallspunkt ab einem Wurzelhalsdurchmesser von 1 cm. Auf Basis dieser Daten wird nach Abschluss des Monitorings ein Baumkataster erstellt und das weitere Vorgehen geplant.

Neben dem näheren Umfeld der befallenen Bäume gingen die Fachleute auch Hinweisen aus der Bevölkerung nach, „die sich erfreulicherweise bisher nicht bestätigt haben. Dennoch sind wir weiterhin auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen", betont Anna Haikali, kommissarische Gebietsleiterin der AG Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers der LfL. Denn nur durch das Melden eines Verdachts können die Experten der LfL aktiv werden.

Und auch Patrick Fierhauser, Umweltreferent des Marktes Murnau, bittet nochmals eindringlich, Verdachtsfälle umgehend zu melden. „Nur gemeinsam können wir unsere wunderschöne Natur, zu der auch der Seidl-Park, der KulturPark und die alten Bäume hinunter zum Staffelsee gehören, schützen und für spätere Generationen bewahren."

Bürgerinnen und Bürger können sich direkt an die LfL wenden: 08161 71-5730 (ALB-Info-Telefon) oder ALB@lfl.bayern.de. Und auch Murnaus Umweltreferent Patrick Fierhauser steht ihnen für Rückfragen zur Verfügung: 08841 476-175 oder umweltreferat@murnau.de. Sämtliche Informationen und Daten werden streng vertraulich behandelt.

Kontakt

Markt Murnau a. Staffelsee
Patrick Fierhauser, Umweltreferent
Schloßbergstraße 10
82418 Murnau a. Staffelsee

Telefon: 08841 476-175
Telefax: 08841 476-288
E-Mail: umweltreferat@murnau.de