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01. September 2017
Ein Fall für die Polizei: Legendenbetrug.

Auf den Leim gegangen?

Die Täter*innen sind meist findig, flexibel und handeln oft mindestens zu zweit. Sie geben sich u. a. als Enkel*innen, Handwerker*innen oder falsche Polizeibeamt*innen aus. Dabei versuchen Sie ihre späteren Opfer über Bargeld oder andere Wertgegenstände auszufragen. Ein klassischer Fall von Legendenbetrug.

"Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt." So beschreibt die Polizei Oberbayern Süd die zahlreichen Betrugsmaschen, auf die meist Senior*innen hereinfallen. Die Kriminellen gehen dabei so geschickt vor, dass die Opfer nicht selten ihre gesamten Ersparnisse an der Haustüre wildfremden Personen aushändigen.

Diese Form des Betrugs, die sich gezielt gegen ältere Menschen richtet, wird auch als Legendenbetrug bezeichnet. Und leider werden immer mehr Menschen Opfer dieser Betrugsmasche(n). Deshalb startete die Polizei Oberbayern Süd im Juni 2017 die Präventionskampagne "Solange es noch was zu erben gibt".

Dabei nimmt sie insbesondere die nachfolgenden Generationen in die Pflicht, also Kinder und Enkel*innen der potentiellen Opfer. Sie sollen die Senior*innen über dieses Phänomen aufklären. Und dieses umfasst neben dem bekannten Enkeltrick so einige weitere Maschen: den Papier- und Bleistifttrick, den Blumen- und Geldwechseltrick, den Krankenschwester-, Taubstummen- und Wasserglas-Trick. Und gerne klingeln auch falsche Bankangestellte, Hausmeister*innen und Telekom-Mitarbeiter*innen an der Tür.

Um die jüngere Generation, aber auch die Älteren, über diese Vorgehensweisen aufzuklären und ihnen Tipps an die Hand zu geben, wurden eigens Informationsmappen erstellt. Darin werden die zehn gängisten Betrugsmaschen auf Postkarten erklärt. Zugleich enthalten sie Tipps, um nicht Opfer einer Straftat zu werden. Diese liegen in allen Polizeidienststellen im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd und bei den Filialen der Volks- und Raiffeisenbanken in Stadt und Landkreis Rosenheim kostenlos aus.

Murnauer Bürger*innen können sich im Internet auf der Facebook-Seite des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd informieren. Die dort eingestellten Videos schildern anschaulich, die verschiedenen Betrugsmaschen. Sie wurden in Zusammenarbeit mit dem Caritas Seniorenheim St. Martin (Rosenheim) erstellt.

Kontakt

Polizeipräsidium Oberbayern Süd
Kaiserstraße 32
83022 Rosenheim

Telefon: 08031 200-1079
www.polizei.bayern.de